• Das Thema ESG war eines der zentralen Themen im vergangenen Jahr am Kapitalmarkt. Damit Unternehmen, die sich diesen Kriterien in besonderer Weise verpflichtet fühlen, von Investoren besser wahrgenommen werden, hat die Deutsche Börse den ESG Visibility Hub ins Leben gerufen. Mit dem Informationsangebot möchte die Deutsche Börse nach eigenen Angaben gelistete Unternehmen auf dem Weg der Transformation zu mehr Nachhaltigkeit begleiten. Gelistete Unternehmen, die dieses Angebot nutzen, können potenziellen Investoren damit auf unkomplizierte Weise wesentliche Informationen zum Thema ESG zur Verfügung stellen. Zu diesem Zweck werden die ohnehin auf der Webseite boerse-frankfurt.de veröffentlichten Daten und Fakten zum Unternehmen um relevante ESG-Informationen ergänzt.

    Durch den Beitritt zum ESG Visibility Hub können Unternehmen sicherstellen, dass sie von nachhaltigkeitsorientierten Investoren wahrgenommen und in ihre Investmententscheidungen einbezogen werden können. Ein zentraler Bestandteil der im ESG Visibility Hub ESG einsehbaren Informationen ist der ESG-KPI-Report. Er ermöglicht es auch jenen Unternehmen, die bislang noch nicht über das Thema Nachhaltigkeit berichteten, ihre ESG-relevanten Aktivitäten transparent zu veröffentlichen und so eine Vergleichbarkeit mit anderen Unternehmen zu erleichtern. Die im ESG-KPI-Report berücksichtigten Kennzahlen basieren auf international und national anerkannten Standards für die Unternehmensberichterstattung. Dazu gehören beispielsweise die Vorgaben der Global Reporting Initiative, des Sustainability Standards und des Deutschen Nachhaltigkeitskodex.

    Bislang sind dem ESG Visibility Hub der Deutschen Börse bereits elf Unternehmen beigetreten. Dazu gehören mehrere große Konzerne aus unterschiedlichen Branchen, die bereits eigene Nachhaltigkeitsberichte veröffentlichen, so zum Beispiel die Deutsche Lufthansa AG (ISIN: DE0008232125), das Softwareunternehmen SAP SE (ISIN: DE0007164600) oder die deutschlandweit aktive Wohnimmobiliengesellschaft Vonovia (ISIN: DE000A1ML7J1). Auch die Deutsche Börse AG selbst (ISIN: DE0005810055) geht mit gutem Beispiel voran und ist in ihrem ESG Visibility Hub präsent. Darüber hinaus finden sich dort aber auch schon mehrere kleinere und mittlere Unternehmen, wie zum Beispiel der Telekommunikationsanbieter 1×1 AG (ISIN: DE0005545503), die Edag Engineering Group AG (ISIN: CH0303692047) oder die Artnet AG (ISIN: DE000A1K0375), die sich Laufe vom mehr als 30 Jahren ein Pionier im Bereich digitaler Lösungen für den Kunsthandel etabliert hat.

    Nachhaltigkeit ist bei uns kein Slogan, sondern gelebte Unternehmenskultur. Darauf legt Sophie Neuendorf, Vice President der Artnet AG wert. Das börsennotierte Unternehmen – ansässig in Berlin und New York, betreibt eine der weltweit führenden Online-Handelsplattformen für den Kunstmarkt sowie die Informationsdienste Price Database und Market Alerts. Der Nachhaltigkeitsgedanke findet sich bei artnet durchgängig wieder, auch in den Auktionen von Non Fungible Tokens (NFT). Das Minten (Prägen) eines Tokens mithilfe von Rechnerfarmen ist energieintensiv. Im Durchschnitt kostet die Herstellung etwa 500 Dollar, schätzt Sophie Neuendorf. Deshalb geht artnet neue Wege und erhebt auf jeden Verkaufspreis einen Aufschlag, der in nachhaltige Projekte fließen wird, etwa den Schutz des Regenwaldes.

    Darüber hinaus hat artnet alle Geschäftstätigkeiten einer Umwelt-Bewertung unterzogen. In einem digitalen Unternehmen sind es vor allem die Energie, Geschäftsreisen und ein Nachhaltigkeitsmanagement in den Lieferketten, welches das größte Potential birgt, seinen Umwelt-Fußabdruck zu verringern. So konnten die Energiekosten bei artnet im Jahr 2020 im Vergleich zum Vorjahr um fast 20% gesenkt werden.

    Die Veröffentlichung eines eigenen ESG-Profils wie im Falle von artnet ist eine Möglichkeit, entsprechende Inhalte leicht auffindbar zu präsentieren. Unternehmen wie etwa Deutsche Lufthansa (ISIN: DE0008232125), die Siemens Energy AG (ISIN: DE000ENER6Y0) oder Vonovia (ISIN: DE000A1ML7J1), die bereits eigene Reports zu diesem Thema veröffentlicht haben, können im ESG Visibility Hub statt eines kurzen ESG-Profils auch einfach einen Link zu ihrem eigenen Report unterbringen.

    Andere Unternehmen, wie zum Beispiel der in Köln ansässige Spezialchemie-Konzern LANXESS AG (ISIN: DE0005470405) bieten anstelle eines kurzen ESG-Profils oder eines Links zu ihrem Nachhaltigkeitsreport Verlinkungen zu mehreren Dokumenten an, die jeweils Informationen zu einzelnen ESG-relevanten Themenbereichen wie Wasser oder Klima beziehungsweise zur ESG Equity Story enthalten.

    Wie das jeweilige Unternehmen dabei die unterschiedlichen ESG-relevanten Aspekte gewichtet, variiert nicht zuletzt auch in Abhängigkeit vom Geschäftsmodell. Während Klima und Wasser bei einem Chemieunternehmen von erheblicher Bedeutung sind, stehen beispielsweise bei einem Telekommunikationsunternehmen wie der 1×1 AG (ISIN: DE0005545503) mit seinen etwa 15 Millionen Kundenverträgen sowie 3.200 Beschäftigten neben ökologischen Aspekten auch soziale und Governance-Aspekte stärker im Vordergrund, so etwa die Fairness und Zuverlässigkeit gegenüber den Kundinnen und Kunden sowie gegenüber dem eigenen Team und den Geschäftspartnern.

    Oder wie es artnet ausdrückt: Investment – Kunst – Nachhaltigkeit: Kein Gegensatz, sondern ein ganz natürlicher Dreiklang!

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    Dr. Reuter IR zu artnet – ESG Visibility Hub

    auf Presseverteiler publiziert am 9. Februar 2022 in der Rubrik Presse - News
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