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Die Tierrechtsorganisation übergab die Unterschriften an das niedersächsische Landwirtschaftsministerium.
Das Deutsche Tierschutzbüro hat heute eine Petition, die die Schließung des Oldenburger Skandal-Schlachthofs fordert und 134.789 Unterstützter gefunden hat, an Rainer Beckedorf, Staatssekretär im Niedersächsischen Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, übergeben. Anwesend war auch Frau Dr. Michaela Dämmrich, Tierschutzbeauftragte des Landes Niedersachsens. Die Tierrechtsorganisation hatte die Petition im November vergangenen Jahres im Zusammenhang mit der Veröffentlichung von heimlich entstandenem Videomaterial aus dem Schlachthof, das Fälle von extremer Tierquälerei zeigte, aufgesetzt. Staatssekretär Rainer Beckedorf nahm die Unterschriften stellvertretend für die niedersächsische Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast entgegen, an welche sich das Deutsche Tierschutzbüro und seine Unterstützer mit der Petition und der Forderung, der Tierquälerei und dem Schlachthof ein Ende zu setzen, richteten. „Die enorme Anzahl an Unterschriften zeigt, wie erschreckend die Zustände im Schlachthof Oldenburg für viele Menschen waren und sind. Es kann und darf nicht sein, dass dieser wieder in Betrieb geht und mit der Übergabe der Unterschriften untermauern wir noch einmal die Forderung der endgültigen Schließung“, so Jan Peifer, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Tierschutzbüros.Anfang November 2018 hatte das Deutsche Tierschutzbüro Bildmaterial, das Tierquälerei im Schlachthof Oldenburg dokumentiert, der Staatsanwaltschaft Oldenburg, dem zuständigen Veterinäramt Oldenburg und dem Landwirtschaftsministerium in Hannover überreicht. Die Bilder zeigen Fälle von extremen Verstößen gegen das Tierschutzgesetz und Straftaten im angezeigten Schlachthof. Der Schlachthof selbst bestätigte daraufhin im Grunde die Vorwürfe. Die Bildaufnahmen entstanden mit versteckten Kameras in dem Zeitraum September und Oktober 2018 und umfassen über 600 Stunden Videomaterial. Kurz darauf hatte das Schlachthof- Unternehmen verkündet, den Betrieb ab sofort ruhen zu lassen und reagierte damit auf den enormen öffentlichen Druck, der durch die Veröffentlichung des Bildmaterials durch das Deutsche Tierschutzbüro entstanden war. Für zusätzliches Aufsehen sorgte, dass auf dem Material auch Amtsveterinäre zu sehen war, was die Stadt Oldenburg auch kurz nach der Veröffentlichung bestätigte. Am 8. Dezember veranstaltete das Deutsche Tierschutzbüro eine Großdemonstration mit über 450 Menschen vor dem Schlachthof und forderte die endgültige Schließung des Betriebes und Konsequenzen für die Verantwortlichen.
Die Enthüllungen aus dem Schlachthof in Oldenburg waren einer von mehreren Fällen von Aufdeckungen tierquälerischer Zustände in niedersächsischen Schlachthöfen im Laufe der letzten sechs Monate. Erst in der vergangenen Tagen machte die Organisation SOKO Tierschutz öffentlich, wie Landwirte, Schlachthofmitarbeiter und Transportunternehmen an tierquälerischen Zuständen in einem Schlachthof in Stade verantwortlich sind. „Bei der enormen Häufung von extremer Tierquälerei in Schlachthöfen in Niedersachsen kann man von keinem Einzelfall mehr sprechen, sondern von einem klaren Fehler im System – und trotzdem hat sich bis heute nichts getan. Ministerin Otte-Kinast muss dafür dringend Verantwortung übernehmen und nicht nur mit populistischen aber wenig zielführenden Vorschlägen, wie einer selbstverpflichtenden Videoüberwachung, aufwarten“, so Jan Peifer.
Die enge Kooperation des Oldenburger Schlachthofs mit dem Fleisch- und Wurstproduzenten Goldschmaus GmbH bestand seit mindestens 2017. Laut Unternehmensinternen Informationen und Einträgen im Handelsregister ist Goldschmaus seit spätestens 2018 Mitinhaber und -betreiber der Anlage in Oldenburg. Die Meldung von Goldschmaus, den Schlachthof nach Aufkommen des Skandals nicht mehr mit Schlachtungen zu beauftragen, führte vermutlich zur vorrübergehenden Stilllegung des Betriebs. Viele Handelspartner von Goldschmaus, wie z.B. Frosta, Norma, die Bünting-Gruppe, die Supermarktkette HIT aus Nordrhein-Westfalen, EDEKA, ALDI, Lidl und Norma hatten schockiert auf die Bilder reagiert und im Anschluss an die Veröffentlichungen die Zusammenarbeit und Lieferbeziehungen beendet. Auch die Möbelhauskette IKEA, die einen Teil ihrer Hot Dog-Würstchen von Goldschmaus bezog, distanzierte sich nach Bekanntmachung der Geschäftsbeziehungen öffentlich. Ende 2018 verkündete Goldschmaus dann die komplette Übernahme des Betriebes mit dem Versprechen auf Besserung – ohne jedoch Verantwortung zu übernehmen.
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Deutsches Tierschutzbüro übergibt Petition mit 134.789 Unterschriften gegen Oldenburger Skandal-Schlachthof
auf Presseverteiler publiziert am 15. April 2019 in der Rubrik Presse - News
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Deutsches Tierschutzbüro übergibt Petition mit 134.789 Unterschriften gegen Oldenburger Skandal-Schlachthof
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