• Offenbar ist dies die bislang erfolgreichste Tierschutzpetition auf dem Petitionsportal des Deutschen Bundestages.

    BildBündnis sieht starkes Signal an die Bundesregierung

    Drei Wochen nach dem Start der öffentlichen Mitzeichnung hat die Bundestagspetition gegen das geplante Tierversuchsgesetz der Bundesregierung bereits mehr als 65.000 Unterschriften erreicht. Das erforderliche Quorum von 30.000 Unterstützern wurde schon am 5. August – nach nur 17 Tagen – überschritten. Eingereicht wurde die Petition von einem Bündnis aus zehn Tierschutzorganisationen*. Sie richtet sich gegen die geplante Ausgliederung der Regelungen zu Tierversuchen aus dem Tierschutzgesetz in ein eigenständiges Tierversuchsgesetz. Die Mitzeichnung läuft noch bis zum 31. August 2026.

    Nach den öffentlich verfügbaren Zahlen ist sie die bislang erfolgreichste Tierschutzpetition auf dem offiziellen Petitionsportal des Deutschen Bundestages. Das Bündnis wertet die hohe Beteiligung als deutliches Signal an die Bundesregierung, von der geplanten Ausgliederung der Tierversuchsregelungen aus dem Tierschutzgesetz abzusehen. Durch diese Herauslösung besteht die Gefahr, dass zentrale ethische und rechtliche Schutznormen für die Tiere in den Laboren künftig nicht mehr gelten. Dazu zählen unter anderem das Verbot, Tiere ohne vernünftigen Grund zu töten, sowie Vorgaben für ihre art- und bedürfnisgerechte Ernährung und Unterbringung. „Versuchstiere“ würden somit zu „Tieren zweiter Klasse“.

    Gleichzeitig fordert die Petition mehr als den Erhalt des bisherigen – noch unzureichenden – Schutzniveaus. Sie verlangt, die Vorgaben der EU-Tierversuchsrichtlinie endlich vollständig umzusetzen und den Übergang zu tierleidfreier speziesrelevanter Forschung konsequent voranzutreiben. Dazu gehört auch eine stärkere Förderung moderner Forschungsmethoden, die auf menschlichen Zellen, Geweben oder Daten basieren. Diese ermöglichen Untersuchungen auf Grundlage menschlicher Biologie und adressieren damit ein grundlegendes Problem der tierexperimentellen Forschung: Ergebnisse aus Tierversuchen lassen sich nicht zuverlässig von einer Art auf die andere – wie z.B. den Menschen – übertragen.

    „Die große Beteiligung zeigt, dass viele Menschen diese Forderungen unterstützen. Das deckt sich mit repräsentativen Umfragen der vergangenen Jahre, nach denen sich eine Mehrheit der Bevölkerung einen Ausstieg aus Tierversuchen wünscht. Tierversuchsfreie Methoden bieten die Chance, Forschung am Menschen auszurichten und gleichzeitig Tiere zu schützen“, so das Bündnis.

    Die Organisationen rufen weiterhin dazu auf, die Petition noch bis zum Ende der Mitzeichnungsfrist zu unterstützen. Jede weitere Unterschrift stärkt das Anliegen. Mit Erreichen des Quorums sind die Voraussetzungen für eine öffentliche Anhörung zur Petition im Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages erfüllt.

    „Die Bundesregierung sollte die breite Unterstützung aus der Bevölkerung zum Anlass nehmen, die geplante Herauslösung der Tierversuchsregelungen aus dem Tierschutzgesetz aufzugeben. Statt den rechtlichen Schutz von Tieren in Laboren zu schwächen und Tierversuche durch ,Verschlankung‘ des Antragsverfahrens noch zu erleichtern, sollte sie die Entwicklung und den Einsatz tierversuchsfreier Verfahren gezielt fördern, um den Anschluss an internationale Spitzenforschung nicht zu verpassen“, erklärt das Bündnis.

    Zur Unterzeichnung der Bundestagspetition

    https://epetitionen.bundestag.de/content/petitionen/_2026/_02/_02/Petition_194593.html

    Weitere Infos

    ÄgT-Kampagnenseite „Tierversuchsgesetz stoppen“ >>

    Gemeinsame Pressemitteilung vom 21.07.2026 >>

    * Das Tierschutzbündnis besteht aus:
    Ärzte gegen Tierversuche e.V.,
    Bund gegen Missbrauch der Tiere e.V.,
    Bundesverband Menschen für Tierrechte e.V.,
    Deutsche Juristische Gesellschaft für Tierschutzrecht e.V.,
    Deutscher Tierschutzbund e.V.,
    mensch fair tier e.V.,
    Menschen für Tierrechte Baden-Württemberg e.V.,
    Politischer Arbeitskreis Tierrechte in Europa e.V.,
    Team Tierschutz gGmbH,
    PETA Deutschland e.V.

    Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:

    Ärzte gegen Tierversuche e.V.
    Frau Melanie Seiler
    Lustheide 85
    51427 Bergisch Gladbach
    Deutschland

    fon ..: 02204-99902-24
    web ..: https://www.aerzte-gegen-tierversuche.de
    email : seiler@aerzte-gegen-tierversuche.de

    „Medizinischer Fortschritt ist wichtig – Tierversuche sind der falsche Weg!“ – Unter diesem Motto setzt sich Ärzte gegen Tierversuche e. V. seit 1979 für eine tierversuchsfreie Forschung ein, die auf dem Einsatz von modernen Methoden z.B. mit menschlichen Zellkulturen und Organchips sowie der Ursachenforschung und Vorbeugung von Krankheiten basiert. Ziel ist die Abschaffung aller Tierversuche und damit eine ethisch

    Pressekontakt:

    Ärzte gegen Tierversuche e.V.
    Frau Gaby Neumann
    Lustheide 85
    51427 Bergisch Gladbach

    fon ..: 02204-99902-32
    email : neumann@aerzte-gegen-tierversuche.de


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    Bundestagspetition gegen Tierversuchsgesetz erreicht bereits zur Halbzeit mehr als 65.000 Unterschriften

    auf Presseverteiler publiziert am 10. August 2026 in der Rubrik Presse - News
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