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IfKom e. V. fordert fachliche Anpassungen an die digitale Transformation und Managementkompetenzen in der Ingenieurausbildung.
Ingenieurstudiengänge werden zunehmend über Kompetenzfelder anstelle von Lernzielen gestaltet. Der Verband der Ingenieure für Kommunikation (IfKom e. V.) fordert fachliche Anpassungen an die digitale Transformation und Managementkompetenzen in der Ingenieurausbildung.
Im digitalen Zeitalter ändern sich die Erwartungen an einen Ingenieur mit zunehmendem Tempo. Einer zeitgemäßen Anpassung der Studiengänge stehen im Hochschulbereich jedoch oft bürokratische Akkreditierungsverfahren, Silodenken und fehlende Finanzmittel entgegen. Auf die Frage, ob sie eher einen Generalisten oder einen Spezialisten benötigen, antworten laut einer VDMA-IMPULS Erhebung 60 Prozent der repräsentativ befragten Industrieunternehmen in Deutschland mit „sowohl als auch“!
Dazu stellt der IfKom-Bundesvorsitzende Heinz Leymann fest: „Die im IfKom e. V. als Mitglieder und Kooperationspartner vertretenen Hochschulen stellen sich, wie andere Hochschulen auch, den Herausforderungen der Digitalisierung mit hohem Engagement. Ohne die Unterstützung der Politik, die Einfluss auf strukturelle und organisatorische Rahmenbedingungen hat, wird es jedoch nicht gehen.“
Unternehmen erwarten von ihren Bewerbern zunächst ingenieurwissenschaftliche Grundlagenkompetenzen. Daher fordern die IfKom für ein Erststudium in einer ingenieurwissenschaftlichen Fachrichtung einen Mindestanteil fachlicher Kompetenzen. Der Anteil der so genannten MINT-Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik muss dabei dem Anspruch an die Grundausbildung eines Ingenieurs gerecht werden und im Gesamtkanon der Studienfächer mit deutlich mehr als 50 Prozent dominieren. Darüber hinaus werden von Ingenieuren weitere, überfachliche Kompetenzen erwartet. Je nach späterem Einsatz in der Entwicklung, Produktion, Vertrieb, Service oder anderen Bereichen sollte auf Basiswissen und Kompetenzen u. a. in der Betriebswirtschaft und in ingenieurtechnischen Methoden aufgebaut werden können. Die zukünftigen Arbeitgeber erwarten aber auch analytisches Denken, den Umgang mit Komplexität, Selbstständigkeit und Eigenmotivation sowie systemisches Denken. Außerdem sind nach Auffassung der IfKom grundlegende Management- und Führungskompetenzen erforderlich.
Um diese Entwicklung zu unterstützen, sind die IfKom eine Kooperation mit FinAF, dem Forschungsinstitut für nachhaltige Ausbildung von Führungskräften, eingegangen. Anders als in vielen anderen Fortbildungsmaßnahmen für angehendes Führungspersonal erklärt FinAF das Prinzip der Nachhaltigkeit zur zentralen Kategorie des Handelns in Führungspositionen. Damit sollen soziale Kompetenzen und ethische Verantwortung der Ingenieure gestärkt werden.
Die Hochschulen passen ihre Studiengänge gemäß den Anforderungen der Arbeitswelt und den Entwicklungen der Digitalisierung, z. B. im Zusammenhang mit Industrie 4.0, an. Häufig stoßen sie jedoch an Grenzen, die ihnen durch bürokratische Akkreditierungsverfahren, fehlende Finanzmittel oder zu enge Freiräume gesetzt sind. Studiengänge können nicht nach Belieben zeitlich ausgedehnt werden. Insofern sind auch Lehrinhalte zu streichen, die aus heutiger Sicht entbehrlich sind, um Platz für die notwendigen neuen Inhalte zu finden. Lehre und Forschung benötigen dazu die erforderlichen Freiräume. Finanzierung und Kapazitäten, die sich nur auf quantitative Indikatoren stützen, müssen daher stärker an qualitativen Maßstäben orientiert werden. Zudem sollten starre Vorgaben für Lehr- und Lernformen sowie für Lehrverpflichtung gelockert werden.
Den Hochschulen muss ermöglicht werden, die derzeitigen Anforderungen in ihren Hochschulentwicklungsplänen nicht nur theoretisch aufzuführen, sondern diese auch mit konkreten Finanz-, Personal- und Ausstattungsressourcen zu hinterlegen. Dabei sollte eine digital gestützte Lehre Teil der Gesamtstrategie sein und die technische Infrastruktur den tatsächlichen Bedarf der Lehre im digitalen Kontext widerspiegeln.
Die IfKom begrüßen daher alle Maßnahmen zur Finanzierung der Hochschulen durch Bund und Länder. Dabei muss besonderer Wert auf die Grundfinanzierung gelegt werden, um die akademische Bildung vor allem im MINT-Bereich zu stärken. Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Köln hat eine Arbeitskräftelücke im MINT-Bereich von derzeit rund 475.500 ermittelt, darunter rund 156.000 fehlende Akademiker. Zusätzlich müssen die rechtlichen Rahmenbedingungen überprüft und angepasst werden, um die Hochschulen bei der Entwicklung der Studiengänge im Hinblick auf die Anforderungen einer eine zunehmend digitalisierten Arbeitswelt zu stärken.
Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:
IfKom – Ingenieure für Kommunikation e.V.
Herr Heinz Leymann
Castroper Str. 157
44357 Dortmund
Deutschlandfon ..: 0231 93699329
web ..: http://www.ifkom.de
email : info@ifkom.deDie Ingenieure für Kommunikation e. V. (IfKom) sind der Berufsverband von technischen Fach- und Führungskräften in der Kommunikationswirtschaft. Der Verband vertritt die Interessen seiner Mitglieder – Ingenieure und Ingenieurstudenten sowie fördernde Mitglieder – gegenüber Wirtschaft, Politik und Öffentlichkeit. Der Verband ist offen für Studenten und Absolventen von Studiengängen an Hochschulen aus den Bereichen Telekommunikation und Informationstechnik sowie für fördernde Mitglieder. Der Netzwerkgedanke ist ein tragendes Element der Verbandsarbeit. Gerade ITK-Ingenieure tragen eine hohe Verantwortung für die Gesellschaft, denn sie bestimmen die Branche, die die größten Veränderungsprozesse nach sich zieht. Die IfKom sind Mitglied im Dachverband ZBI – Zentralverband der Ingenieurvereine e. V. Mit über 50.000 Mitgliedern zählt der ZBI zu den größten Ingenieurverbänden in Deutschland.
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IfKom: Ingenieurausbildung muss Generalisten und Spezialisten hervorbringen
auf Presseverteiler publiziert am 7. Februar 2019 in der Rubrik Presse - News
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IfKom: Ingenieurausbildung muss Generalisten und Spezialisten hervorbringen
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